Fünf Schritte, in denen aus Wachs ein tragendes Bauteil wird.
Feinguss ist kein Zerspanen mit anderen Mitteln. Es ist ein Verfahren, bei dem die Form vergeht, damit das Teil entstehen kann — und das erklärt, warum Geometrien möglich sind, die sonst geschweißt oder zerspant werden müssten.
Wachsmodell
Das Bauteil entsteht zuerst in Wachs — gespritzt aus dem Werkzeug oder direkt aus dem CAD gedruckt. Ein Modell, das später nicht mehr existiert.
Traube
Dutzende Modelle werden an einen Anguss montiert. Wie die Teile in der Traube hängen, entscheidet über Erstarrung, Maßhaltigkeit und Ausschuss.
Keramikschale
Die Traube wird mehrfach in Schlicker getaucht und besandet, bis eine tragfähige Schale steht. Dann schmilzt das Wachs heraus — die Form ist hohl.
Abguss
Bei rund 1.600 °C läuft der Stahl in die vorgewärmte Schale. Dieser Moment dauert Sekunden und bestimmt, ob das Teil dicht ist.
Fertigteil
Schale abgeschlagen, Teile getrennt, wärmebehandelt, geprüft. Was bleibt, ist eine konturnahe Geometrie, die keine Fügestelle mehr braucht.
Ein Kreditor. Alle Verfahren.
Feinguss, MIM, Zink- und Aluminiumdruckguss sowie Werkzeuge laufen über eine Kreditorennummer, einen Rahmenvertrag, ein NDA — bei uns liegen Engineering, Werksauswahl, Qualitätsmanagement und Lieferverantwortung.
Sie verhandeln nicht mit vier Gießereien, sondern führen ein Projekt. Und wenn das Verfahren wechselt, wechselt nicht der Lieferant.
Das Modell im Detail →Warum frühe technische Entscheidungen alles entscheiden.
Kosten, Risiko und Machbarkeit werden lange vor der ersten Angebotsanfrage festgelegt. Wer erst im RFQ vergleicht, vergleicht Ergebnisse — keine Optionen.
Kostenlogik für den Einkauf →Kosten entstehen nicht in der Angebotsphase.
Wir schaffen Transparenz über Kostentreiber, technische Risiken und Skalierungsfaktoren — und liefern belastbare Vorgaben für RFQ und Lieferantengespräch.
Produktionsgerecht ab Stückzahl 1.
DFM-Bewertung Ihrer Geometrie: Welche Merkmale treiben Kosten und Risiko, wo sind Toleranzen überdefiniert, welches Verfahren trägt das Bauteil.
Feinguss, MIM, Druckguss — und die Urform ohne Werkzeug.
Feinguss
Konturnahe Bauteile mit hoher Oberflächenqualität und breitem Werkstofffenster — von der Einzelmuster bis zur Serie.
3D-Wachsmodelle für Feinguss
Urform ohne Werkzeug: Feingussteile im Serienwerkstoff ab Stückzahl 1 — ohne Werkzeugkosten, ohne Werkzeugdurchlauf.
Druckguss (Zink & Aluminium)
Großserien mit kurzen Taktzeiten und niedrigen Stückkosten. Im Aluminiumdruckguss mit klarem Kostenvorteil über unsere türkischen Partnerwerke.
MIM-Teile
Komplexe Kleinteile ab ca. 1.000 Stück — die Alternative zum Feinguss bei kleinen, hochkomplexen Geometrien. Angebote und Fachtiefe unter MIM.Experts.
Zwei Wertanalyse-Angebote für Ihr Bauteilportfolio.
Unsere internen Analyse-Werkzeuge, jetzt als Leistung buchbar: PILOT nimmt bis zu zehn Bauteile in die Wertanalyse, 4S das gesamte Gussteile-Portfolio. Abrechnung pro Bauteil oder als Paketpreis.
Wertanalyse für bis zu zehn Bauteile
Für Bestandsteile: Wir prüfen, ob es inzwischen ein besseres Verfahren oder einen besseren Werkstoff gibt — ohne eine vorliegende Zertifizierung zu verlieren. Ergebnis ist ein Bericht je Bauteil, nicht eine Meinung.
Wertanalyse für das ganze Gussteile-Portfolio
Vier Dimensionen, an denen im Gussteile-Einkauf strukturell Wert entsteht: SPEC, SUPPLY, STOCK und STEER. Ergebnis ist keine Studie, sondern eine Reihenfolge.
Nicht mehr Schritte im Sourcing — sondern belastbare Entscheidungen vor der Vergabe.
Vom Bauteilverständnis bis zur Handlungsempfehlung. Jede Stufe liefert ein Ergebnis, das im Projekt weiterverwendet wird.
Bauteil und Projektkontext verstehen
Einsatzbereich und Lastannahmen, erwartete Stückzahlen und Ramp-up-Szenarien, Qualitäts-, Toleranz- und Lebensdaueranforderungen.
Einen realistischen technischen und wirtschaftlichen Rahmen schaffen — keine Annahmen.
Design-for-Manufacturing-Bewertung (DFM)
Trägt die Geometrie das vorgesehene Gießverfahren? Welche Merkmale treiben Kosten, Risiko oder Komplexität? Wo sind Toleranzen überdefiniert?
Frühe Konstruktionsentscheidungen identifizieren, die Kosten und Umsetzbarkeit maßgeblich beeinflussen.
Systematischer Vergleich der Gießverfahren
Feinguss, Zinkdruckguss und Aluminiumdruckguss auf einer Basis verglichen — inklusive der Frage, ob die Urform als 3D-gedrucktes Wachsmodell günstiger ist als ein Werkzeug.
Bestimmen, welches Verfahren technisch und wirtschaftlich trägt — vor der Lieferantenauswahl.
Bewertung von Kosten, Risiken und Skalierbarkeit
Werkzeugkonzepte und Investitionswirkung, Stückkostenverhalten in Abhängigkeit vom Volumen, Lieferketten- und Skalierbarkeitsaspekte.
Kosten und Risiken frühzeitig transparent machen — nicht erst nach RFQs.
Fundierte Entscheidungsgrundlage
Ergebnis ist eine klar strukturierte Handlungsempfehlung: ein bevorzugtes Verfahren, konkrete Konstruktionsanpassungen, klare Vorgaben für RFQs und Lieferantengespräche.
Fundierte Sourcing- und Entwicklungsentscheidungen ermöglichen — mit weniger Iterationen im Projektverlauf.
Erst gerechnet, dann aufgeschrieben.
Wie eine Wertanalyse 40 % Kosten aus einem Bauteil geholt hat, wann MIM den Feinguss schlägt, was 3D-gedruckte Wachsmodelle wirklich ersetzen. Nachlesbar — nicht erst im Verkaufsgespräch.
Fortschritt in Forschung und Entwicklung mit 3D-Druck von Wachsmustern
Der 3D-Druck von Wachsmustern verändert die F&E: schnellere Prototypen, keine Werkzeugkosten, kürzere Iterationen — im Serienprozess und im Serienwerkstoff.
Wie wir einem Kunden durch Wertanalyse und Substitution 40 % Kosten eingespart haben
Aus mehreren Einzelteilen wurde ein werkzeugfallendes Formteil. Weniger Prozesskomplexität, keine Oberflächenbehandlung — und 40 % geringere Kosten.
Vorteile des MIM-Verfahrens im Vergleich zu Siliziumtombak im Druckguss
MIM erreicht engere Toleranzen und eine deutlich höhere Oberflächenqualität als der Druckguss von Siliziumtombak. Wann sich der Wechsel rechnet.
Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015.
TÜV NORD CERT hat unser Managementsystem auditiert und zertifiziert — für technische Beratung und Entscheidungsunterstützung sowie für Beschaffung, Qualitätsmanagement und die projektbezogene Steuerung externer Fertigungspartner.
Drei Wege, hier anzufangen.
Sofort-Anfrage mit Zeichnung
Zeichnung oder STEP hochladen, Stückzahl angeben. Rückmeldung mit Verfahrensvorschlag.
Datei hochladen →Kostenloser Bauteil-Check
Erstbewertung eines Bauteils: Verfahrenseignung, Kostentreiber, offensichtliche DFM-Risiken.
Check anfordern →Technikgespräch, 30 Minuten
Direkt mit unseren Ingenieuren — Projektkontext, Verfahrensoptionen, nächste Schritte.
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